Eiskunstlauf

EiskunstlaufEislaufen ist schon seit Jahrtausenden bekannt. Der Eiskunstlauf ist eine Variante hiervon und beinhaltet das Ausführen von Sprüngen, Pirouetten und Schritten nach einer Choreografie.
Man unterscheidet beim Einkunstlauf das Einzellaufen, das Paarlaufen und das Eistanzen, sowie den Synchroneiskunstlauf. Wie die Bezeichnungen bereits verraten, geht es beim Einzellaufen darum dass eine Person (Mann oder Frau) Sprünge, Pirouetten und Schritte nach einer Choreografie vorführt und auf die Bewertung der Jury wartet. Beim Paarlauf werden die Sprünge, Pirouetten und Schritte nach einer Choreografie von einem Mann und einer Frau vorgeführt.

Das Eistanzen ist die eigentliche olympische Sportart und beinhaltet drei Diszipline, und zwar den Pflichttanz und den Originaltanz, sowie den Kürtanz. Im Rahmen des Einkunstlaufs gibt es eine Reihe von internationalen Wettbewerbe.

Entwickelt wurde der Eiskunstlauf in Großbritannien. Dort fand auch der erste Wettkampf statt, und zwar im Jahr 1814. Zuvor konnte man von Eiskunstlauf eigentlich noch nicht reden, denn es handelte sich bei den zuvor praktiziertem Sport eher um Eislauf. Danach breitete sich dieser Wintersport in ganz Europa und in den USA aus. Dass Hinzufügen von Musik zu den einzelnen Vorführungen praktizierte man schließlich in den USA. Außerdem fügte man den klassischen Schritten und Sprüngen auch noch Tanz- und Ballettelemente zu.

Auf internationaler Ebene fand der erste internationale Eiskunstlaufwettkämpf im Jahr 1882 statt, und zwar in Wien. Die damals verwendete Wettkampfordnung, das Regulativ, entstammte dem Lehrbuch der Schüler von Jackson Haines (Dr. Körper, Wirth und Diamantidi). Dieses Lehrbuch trug den Titel  „Spuren auf dem Eise“, das im Jahr 1881 herausgegeben wurde. Dieses Regulativ übernahm dann später auch die Internationale Eislaufunion (ISU). Diese Regeln sind bis heute noch gültig. Änderungen gab es lediglich hinsichtlich der Einführung der Kurzkür und hinsichtlich der Bewertung von Pflicht- und Kür.

Heute wird beim Eiskunstlauf aerodynamische Kleidung getragen. Das obligatorische Röckchen bei den Damen ist aber nach wie vor Gang und Gebe und natürlich auch sehr viel Glitzer.
 

 

 

 

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