Bobsport

Der Bobsport – eine Wintersportart, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweiz entwickelte, und zwar auf Betreiben von einer Gruppe von Engländern – ist seit 1924 ein olympische Disziplin und eng mit dem Rennrodeln verwandt, noch mehr allerdings mit dem Skeletonsport. Für die meisten aber ist der Bobsport die Königsklasse des Schlittensports.

Organisiert ist der internationale Bobsport seit dem Jahr 1923 in der Fédération Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing (FIBT). Seit den ersten Olympischen Winterspielen 1924 waren es fünf Fahrer, die in einen Bob passten, 1928 änderte sich dies. Und auch hinsichtlich der Sportgeräte selbst hat sich einiges getan, denn waren es anfänglich nur zwei zusammengeschnürte Schlitten, sind die heute verwendeten speziellen Sportbobs aerodynamisch. Gelenkt werden sie über die vorderen Kufen, und zwar mit einem Seilzug.

Nach dem Reglement der Internationalen Bobföderation (FIBT) darf ein Zweierbob ein Mindestgewicht von 170 kg haben, die Viererbobs indes 210 kg. Bei den Damen beträgt das Maximalgewicht 340 kg und das bei den Herren 390 kg bei den Zweierbobs. Die maximale  Breite der Bobs betragen 67 cm. Und dies entspricht auch der vorgeschriebenen Spurbreite.

Die Geschwindigkeiten, mit denen die Fahrer die Bobbahn herunterrauschen, betragen 100, aber auch  teilweise durchaus 140 km/h. In den Steilkurven und in den Schikanen müssen die Sportler mit kurzzeitiger fünffacher Erdbeschleunigung fertig werden. Vom Piloten eines Bobs wird ein extrem gutes Reaktionsvermögen verlangt. Obendrei auch ein hervorragendes „Bahngefühl“, denn schon die kleinste Lenkbewegung an der falschen Stelle kann in der Bahn unter Umständen einen Überschlag verursachen. Mitentscheidend für den Ausgang von einem Rennen bzw. für das Erreichen der Bestzeit ist der Anlauf bzw. die in der Anlaufzone zur Verfügung stehenden 15 m. Allerdings können Zeitverluste beim Start während des Rennens wieder aufgeholt werden. In der Anlaufzone sind allerdings insbesondere die athletisch gebauten Beine der Hintermänner gefragt. Diese werden aus diesem Grund auch Sprinter genannt.

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