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  1. #1
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    Feedback: Ultra Violence 2022 vom 05.06.2022

    Kyle: Nebenbei noch ein wenig die Vorgeschichte des Kanadiers geklärt, danke dafür. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe, nachzuschauen, ob Ringen wirklich Disziplin bei den letzten Olympischen Spielen war, ich glaubs einfach mal^^. Szene war soweit ganz nett um den Charakter weiter aufzubauen und warm zu halten ohne zu viel zu zeigen, was er so kann. Passt

    Hathaway: Schöne Ansprache im Namen aller Wrestler dieser Welt am Ende. Es führt die Geschichte gut weiter. Keek will zurück in den Ring, komme was wolle. Mir gefällt’s gut, auch, dass durchaus noch angedeutet wird, dass er eben noch nicht wieder komplett bei 100 % ist. Das macht das Ganze glaubwürdiger

    Protokoll: Mit Hängen und Würgen ja noch irgendwie fertig geworden. Es liest sich nicht immer ganz rund, aber ich hoffe doch, dass alle drei Matches hier zumindest ein wenig gehyped wurden

    Cardansage: Werden Shows von einem Themesong „gesponsort“? Ansonsten sehr feiner Start mit dem Blick in die Geschichte und ansonsten „Schönen Dank“ für all die Regelerklärungen

    Beermachine: Wirkt ja fast Abschied nehmend…ich hätte gerne mehr vom Schwenk in die Vergangenheit gehabt, wenn es denn für irgendwas dient. So war es aber immerhin ein schöner Szeneneinstieg und eine nette, flotte Ruhe vor dem Sturm

    Meathook vs Diehl: Ui, ok, das habe ich nicht erwartet. Also, einen Sieg schon, aber nicht so flott. Ich bin gespannt, wie die >Reise für Rodriguez jetzt weiter geht. Das Thema mit Diehl sollte durch sein

    Steel & PCM: Ich bin nur Commissioner, ich bin nicht für die Inhalte der Segmente verantwortlich^^…ne, also man hat ja bei Steel immer wieder so dieses Problem, dass Segmente ein wenig aus dem GFCW Kosmos herausstechen (siehe Head Coach des PC oder halt auch so mir nichts dir nichts einem PCler Knochen brechen). Dass Miller hier also auch einfach 50 kg zunimmt, schluckt man dann halt auch einfach. Alles irgendwie quatschig, aber wenn es am Ende zu einem neuen Tag Team führt und der Aufbau so stringent bleibt wie bisher, na warum dann nicht?

    Rotari & Schiller: Hmm, ich weiß nicht. Inhaltlich war das Segment ja schön und gut, aber das las sich für mich von beiden Seiten ziemlich geschwollen als ginge es weniger darum, zu sagen, was es zu sagen gab und mehr darum dabei möglichst feingeistig zu klingen. Hat mich immer wieder etwas rausgerissen, dass hier so lirum larum herumgeredet wurde und ich nie wirklich das Gefühl hatte, dass sich hier 2 Leute unterhalten, die ja schon einiges miteinander durchgemacht haben. Fand ich deswegen leider nich so kewl

    Die Wahrheit: Eine Auflösung, die mehr Fragen hinterlässt als dass sie geklärt werden. War es das jetzt wirklich für die Wahrheit? Als Team definitiv, aber WARUM THOR?! WARUUUM?! Ich bin gespannt, ob und wie es da noch weiter geht und auch ob man Chasing Rabbits noch einmal sieht. Zumindest in der Promo klang es ja schon so als hätten die beiden durchaus eine Geschichte, die erzählt werden will. Ich bin neugierig

    Leviathan: Netter Matchhype, bei dem auch Zane mal wieder etwas beitragen durfte. Mir gefällt End in der Position als Stablechef weiterhin, wobei das hier für mich ein wenig zu viel auf einmal sein sollte. Selbst wenn der Fokus klar auf End vs Briggs lag, kam mir das am Ende trotzdem irgendwie zu kurz mit all den anderen Themen, die noch angerissen wurden

    Ask: Netter letzter Matchhype, wobei ich hier nicht den Eindruck der Lockerheit hatte, der anscheinend vorherrschte. Für mich wirkte er doch sehr ernst und konzentriert, was ja auch zum Match passen würde. Nett von Tammy auch, dass sie quasi die Fehde noch einmal im Schnelldurchgang zusammenfasst. Hat mir getaugt

    Daniel vs Miller: Also doch…warum es niemanden wundert, dass der Maskenmann beim Match auf einmal 50kg mehr wiegt als sonst? Wurscht. Das Ende lässt mich ähnlich ratlos zurück wie Steel. Hat sich Daniel jetz hingelegt? Warum denn? Wir werden es womöglich noch erfahren. Match an sich war ganz nett

    Hautevolee: „da kommen auch schon die beiden Männer, die ein paar Worte an ihre heutigen Gegner und die GFCW-Galaxie richten möchten.“…Das trifft den Sinn und Zweck der Szene doch auf den Kopf. Einfach noch n bissl Matchhype, bevor es los geht. Eine letzte Drohung, ein kleiner Querverweis auf das Match und die Idee mit den scheppernden Flaschen, wo natürlich das Bier zu Bruch geht, ist ganz nett aber nix, woran man in 5 Segmenten noch groß zurückdenkt

    TT-Match: Jobberentrance von Beermachine ist natürlich mies. Match war dann hat und fix und hat getaugt, die Stipulation wurde gut genutzt. Die Frage ist, ob die Fehde damit beendet ist. Vom Matchverlauf her wäre es gerechtfertigt, zumindest hat die HV eigentlich nix, worauf sie aufbauen könnte beim Wunsch eines Rückmatches

    Schwanenburgs: Joa, leider ziemlich Dienst nach Vorschrift, da kam nicht viel rüber. Beide sprechen recht abgeklärt zur Kamera. Ist ein wenig unserer Planung geschuldet, aber hier kommen jetzt keine großen Menschen, Bilder, Emotionen 2022 rüber

    Hathaway: N Brett. Sehr starke Promo, wo die Wut und der Kampfeswillen durch die Worte wirklich gut rüberkamen und man sich die Promo wirklich so im Ring auch vorstellen konnte. Hat mir sehr gut gefallen von vorne bis hinten

    Ask vs Timo: Bei Asks Einmarsch hätte es auch Ricks mit Hirschkopf sein können^^. Match dann sehr schön und spannend geschrieben mit einem guten Hin und Her ohne einfach nur ein Abtauschen von Aktionen zu sein. Hat mir gut gefallen und auch sehr interessant, dass es hier komplett sauber ablief. Freut mich, mal wieder wirklich ein klassisches Steel Cage Match zu sehen, so wie es ja mal gedacht war. Die Szene nach dem Match passt dann auch gut. Die Gemeinschaft lässt niemanden direkt fallen, nur weil der mal eine Niederlage kassiert hat. Eine wichtige Botschaft für Schiller

    LJ: Nochmal ein netter Matchhype und eine stimmige Begründung, warum es ein normales Singles Match ist (auch wenn eine Begründung nie zwingend nötig war). LJ wirkt weiterhin wie ein großer Name und ein großer Gegner und der Auftritt hier passt da gut rein, Mäc Müll tut da sein Übriges dafür

    Breads: Hmm, ok, die Ankündigung ist ja fein…aber ich hätte die jetzt nicht hier an dieser Stelle gebraucht. Selbst wenn es nur aufgezeichnet ist, dann fänd ich einen knackigen Trailer stimmiger als eine Promo. Und so als Promo will ich Breads heute eben einfach nur im „Dalmi muss vernichtet werden“-Modus erleben (ja, ich weiß, es ist aufgezeichnet, habe ich doch gesagt^^). Von demher war die Ansage für mich jetzt leider nicht so ganz begeisternd…ich bin aber auf die Battle Royal gespannt

    Briggs & End: Gute Sonderregelung für das Match aber alles drumherum war irgendwie holprig. Das fängt dabei an, dass Briggs irgendwie 3 Provokationen zu Beginn abfeuert, bis Leviathan endlich mal reagiert oder dass End bzw. Leviathan die Regel, die ein faires Match garantiert als miesen, fiesen Trick des Protokolls abstempelt, wobei End vor Leviathan eigentlich noch ein ganz brauchbarer Einzelkämpfer war, der auch ohne ständige Eingriffe zurechtkam. Für mich kratzt die Fehde der beiden weiterhin leider hauptsächlich an der Oberfläche und ich würde mir wünschen, dass es nach dem PPV noch weitergeht, damit beide wirklich noch ihr Potenzial ausschöpfen können

    Camden vs LJ: Danke für’s Schreiben. War ein schönes Match, das nochmal unterstreicht, dass TC technisch nicht gegen LJ anstinken kann, aber er lässt halt einfach nicht locker. Die Möglichkeiten aus dem Podcast wären allesamt interessant gewesen, ich hoffe doch, mit dieser hier werdet ihr glücklich

    Ricksden: Joa, ich hoffe doch, man versteht, dass ich hier On-Gimmick auf die Charaktere einhacke. Finde ich bei Bewertungen halt manchmal schwierig, weil’s Leute in der Vergangenheit so persönlich nahmen. Aber ich denke doch, die beiden verstehens

    Rotari vs Rosario: War natürlich eine Schlachtung. Sieger geht klar, Luna hat sich keinesfalls unter Wert verkauft. Ich bin gespannt auf Rotaris Entwicklung in den nächsten Shows und wie er das Match verarbeiten wird

    End vs Briggs: Wieso gabs denn keine Disqualifikation für den Low Blow? Aber gut, das Ende bringt noch mehr Würze in die Konstellation Leviathans. Was wird jetzt wohl passieren? Macht sich Zane selbständig?

    Antoine: Noch ein schöner letzter Matchhype, bei dem noch einmal so einiges neues gesagt wurde. Ist ja immer die große Gefahr, dass man bei einem PPV letztlich nur nochmal das wiederholt, was man davor schon zig Mal sagte. Das ist hier nicht passiert, stattdessen kriegt Keek nochmal ordentlich eingeschenkt und am Ende sind noch ein paar Worte für Ricks übrig, das passt auch von der Aufteilung her, wenn man die Geschichte der Show bedenkt

    Breads vs Dalmi: Herrliche Match-Story mit Dramatik und Wahnsinn. Da hat alles gepasst

    Leviathan: Welche Berechtigung hat denn ausgerechnet Zane vom Protokoll ein Match zu fordern? Der hat seit Monaten nix gerissen und das Protokoll ist jetzt auch nicht gerade der größte Leviathan-Fan. Also die Logik darf man durchaus infrage stellen^^. Ansonsten aber ein sinniges Gespräch der Beteiligten, auch wenn ich wohl den Zeitpunkt verpasste, seitdem Scarecrow so großschnäuzig den Rest bedroht und nicht mehr nur der schüchterne Beisteher ist

    Main Event: Ich mag den Matchverlauf nich, aber mir fehlte einfach die Inspiration für was Gescheites. So ist es halt n Abtauschen von Aktionen bis irgendwann die Seitenanzahl hoch genug ist. Schlechte Matchstory, kaum Beachten von Verletzungen oder ähnlichem, keine Kreativität, tut mir Leid. Sieger war von den Bewertern her eindeutig und ich kanns gut nachvollziehen. Glückwunsch an Keek

    Gesamtfazit: War eine schöne Show, die wirklich auch den Fokus auf die Matches legte, sodass die Segmente nur Beiwerk waren. So wünsche ich mir einen PPV

  2. #2
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    Cool

    Sortierung Match für Match.


    Meathook-Match:
    Solider Aufbau, beim PPV an sich unterwältigend. Kein RP, das Match einen Tag zu spät und dann nur auf Aufforderung noch eben geschrieben – und man sah insb. im Bereich Rechtschreibung & Grammatik dem Kampf die mutmaßliche Lust- oder Zeitknappheit auch an. Zudem wurde teilweise von einem Frank geschrieben, der gar nicht im Match stand. Der Kampf war von der Machart ein Squash und ich kann nicht einmal sagen, ob das so gewollt war oder es sich so ergab, weil man nicht mehr schreiben wollte. Der Fehde konnte ich etwas abgewinnen, der Abschluss lässt bei mir jedoch den Eindruck zurück, dass die Motivation schon wieder abnimmt – das ist hoffentlich nicht der Fall. Mein Wunsch: Meathook ist der Folgefehde mit mehr Konstanz dabei. Diehl dürfte, wenn ich tippen muss, in eine Pause gehen oder Kanonenfutter beim Royal Rookie sein. An viel Pläne für Ellis glaube ich nicht.

    Career vs. Career: Die Kürzung von 30 auf 5 Minuten ist von einem Extrem zum anderen gewechselt, hat mir im Endeffekt jedoch besser gefallen als ein ewig langes Match. Die Wahrheit verliert erwartungsgemäß, den Turn habe ich jedoch nicht verstanden. War es nur ein Schock um des Schocks Willen? Da hatte ich gewisse Flashbacks an die Zeit kurz vor TN 2021 und die Auflösung der „Wer mobbt die Wahrheit?“-Storyline. Ich weiß nicht, was uns weiter erwartet. Thor müsste rein rechtlich ja auch weg sein, so dass der Turn gar nicht mehr ausgespielt werden könnte. Dann war es komisch und unnötig. Ansonsten aber solide Machart des Matches bzw. Angles. Cipher Pol müssen fortan ihren Platz in der Liga ohne ihre Antagonisten finden und gewinnen hoffentlich mehr Persönlichkeit hinzu – bisher funktionieren sie als reine Gegenspieler ohne unabhängige Ausstrahlung.

    Kid Daniel vs. Muskel Miller:
    Bei Fernsehserien gibt es die Formulierung, dass etwas den Shark gejumpt hat. Das bezeichnet, wenn eine Storyline den Punkt erreicht, an dem die Wahrnehmung beim Publikum kippt und es in die Länge gezogen oder zu übertrieben wirkt. Ein ähnliches Gefühl hatte ich leider bei den Segmenten, die diese Storyline betreffen. Normalerweise habe ich eine Grundsympathie für das Steel’sche Gimmick und den damit verknüpften Humor, diesmal war es mir aber „too much“. Ich hatte das Gefühl, dass das Segment sich ohne Verschnaufpause an einer Kette von Gags entlanghangelt, die bei mir nicht gezündet haben. Der stereotypische japanische Mentor mit dem Namen „Mitsu Bishi“, der mit einem Handkantenschlag mal eben ein Bein bricht. PCM, der innerhalb von zwei Wochen mit einem Wundermittel 50 Kilogramm Muskelmasse zulegt – mir ist klar, dass das „Steelverse“ in einer gewissen Paralleldimension zur eigentlichen GFCW stattfindet und man dort einige Augen zudrückt, aber selbst, wenn ich diesmal damit anfange, alles mit Kameratricks, Cinematic-Effekts usw. zu erklären, bleibt am Ende leider das Gefühl, dass Albernheit überwiegt. Hat mir trotz meiner Grundsympathie zum Charakter nicht gefallen. Auch die Auflösung der Daniel-Storyline ist mir dann zu sehr gedehnte Logik, als dass ich da mitgehen konnte. Der Maskenmann sieht plötzlich ganz anders aus? Begannen die Angriffe auf Daniel nicht schon bevor PCM und Steel überhaupt assoziiert waren? Außerdem habe ich die Matchstoryline nicht verstanden, warum PCM zuerst unbesiegbar scheint und sich Daniel dann nach der Demaskierung einfach hinlegt. Hatte er keine Lust mehr auf den Kram? Ich bleibe ratlos zurück.

    Tag-Team-Title: Die ganze Fehde fühlte sich überwiegend wie „Dienst nach Vorschrift“ an und beim PPV ging es so zu Ende bzw. weiter. Beide Teams haben kurze Skits auf der Rasierklinge zwischen irgendwie Präsenz zeigen und überschaubarem Aufwand. Alles an der Fehde war solide und der Bottle Brawl war sogar gut geschrieben. Aber es bleibt bei das Gefühl zurück, dass ich mich in drei Monaten nicht mehr an die Geschehnisse werde erinnern können. Es war vom Gefühl her eine Storyline, die ein wenig untergegangen ist und ich finde wenige Argumente, um das zu widerlegen. Nichts Schlechtes, aber beide Teams (Spieler) können mehr.

    Steel Cage: Eigenbeteiligung. Die Fehde läuft nun schon lange und war in den letzten Wochen sicher eher Selbstläufer als dass noch große Wendungen und Highlight geschehen sind. Dennoch bin ich zufrieden. Ich mochte, wie Ask Skogur den Kampf verkauft hat und will in diesem Zusammenhang auch den Entrance hervorheben, der vielleicht sogar noch mehr dazu beigetragen hat als das Solosegment zuvor.

    Jannek vs. Camden: Mit dem „Sensations“-Sieg von Camden nimmt die Fehde genau den Verlauf, den ich erwartet und erhofft habe. Auch wenn es vor dem Kameras natürlich als große Überraschung verkauft wird, war uns als Spieler klar, dass ein Sieg Camdens sehr wohl im Bereich der Möglichkeiten liegt. Ich finde gut, dass es genauso gekommen ist. Es gibt der Story einen neuen Ansatzpunkt (Wechsel der Stimmung/Leidenschaft, mit der Jannek dabei ist) und baut den Weg für ein Rückmatch bei Stranded, welches ich gerne sehen möchte. Aufgrund der kurzen Aufbauzeit hätte ich keine Alternativstories gesehen, die für die Charaktere naheliegen und realistisch schienen. Also geht’s hier hoffentlich weiter und ich sehe eine Fehde, die Camden pusht & Jannek gut warmhält. Passt.

    Luna vs. Aiden: Ich merke selbst beim Lesen, dass mich Ultraviolence-Kram absolut nicht interessiert und bin erfreut, es „nur“ zu lesen statt am TV schauen zu müssen. Als Fan der Stilrichtung kann man den Spots im Kampf sicher mehr abgewinnen, aber auch so war es solide gemacht, ohne dass es Richtung Match der Show oder sowas geht. Rotari gewinnt, was ich – wie im Podcast erläutert – für eigentlich sinnvoll halte. Er hat mir in dieser Fehde alles in allem auch etwas besser gefallen, vielleicht gerade, weil es nicht seine Spezialdisziplin ist und es zu einigen spannenden Windungen geführt hat – ich denke da beispielsweise auf seine Bestürzung, die Kontrolle bei der Peitschaktion verloren zu haben. Am Ende kommt er aber gut raus. Im Übrigen sind seine zwei Stories „Als Fisch gedemütigt zu werden“ und „Toughness in einem brutalen Match zu beweisen“ in meiner Wahrnehmung glasklare Face-Aktionen. Andererseits mal schauen, was sich jetzt daraus entwickelt. Eine Niederlage als Bruch in Rotaris Entwicklung wäre insb. in Hinblick auf die Verbindung mit Breads auch interessant gewesen. Luna scheint, siehe Drakes Erwähnung in der WA-Gruppe, kurz zu pausieren. Vielleicht liegt der Fokus zukünftig auf Drake und er rotiert mal wieder durch?

    IC-Titelmatch: Keinen klaren Sieger zu haben ist naheliegend, weil beiden Charakteren eine Niederlage geschadet hätte, da sie sich in neuen Rollen befinden. Gerade daher war bzw. ist die Idee der gesamten Fehde für beide Charaktere eigentlich nicht ideal, da sie beide in der Position sind, nicht gegen wen anders zu unterliegen. Zudem sind es beide Heels. Deswegen ist die gesamte Fehde für mich trotz zweier High-Potential-Charaktere nicht recht gezündet. Dass der Eingriff von Zane nach den Andeutungen in den letzten Wochen Absicht war, wirkte schon im Match recht naheliegend. Finde ich aber auch okay. Die stärkere Einbeziehung Zanes in die Fehde bzw. der interne Konflikt bei Leviathan kommen recht schnell nach Ends Machtübernahme, andererseits gehören ständiger Zwist innerhalb des Stables fast schon zum Gimmick und Zurückhaltung eher weniger. Daher geht auch das klar. Je nachdem in welcher Konstellation es weitergeht, sehe ich für das IC-Rennen aber noch auf allen Seiten Steigerungspotenzial. Gerade Briggs könnte in Sachen Präsenz/Ausstrahlung als Champion einen Ausreißer nach oben am Mikrofon vertragen, weil wenn auf der Gegenseite nun Zane und End miteinander kabbeln, besteht die Gefahr, dass der Champ in der Wahrnehmung etwas untergeht.

    Protokoll an sich: Bricht jetzt komplett das Muster „Match für Match“ in diesem Feedback, aber wir haben jetzt ein Match mit Protokollbeteiligung hinter uns und zwei vor uns und ich weiß nicht, wo ich allgemeine Gedanken sonst unterbringen kann. Es wäre unpassend es direkt einem der kommenden zwei Fights zuzuordnen. Zum neuen Protokoll habe ich noch ein ambivalentes Verhältnis. Auf der einen Seite sehe ich eine klare Steigerung gegenüber Version 1.0. Ricks (bzw. Florian als Spieler) hat immer schon die Fäden zusammengehalten und vor allem mit Kai ist ein Spieler dazugekommen, der wohl wie kaum ein zweiter in der Liga auf innere und äußere Logik der Stories achtet und daher Konsistenz schafft. Dementsprechend gibt es keine Logiklücken und Fuck-Ups mehr wie in der Grundbesetzung und auch bei der Qualität keine Ausreißer mehr nach unten, denn es sind drei gute Spieler und drei Charaktere mit hohem Status (IC-Champ, No. 1 Contender, Hall of Famer) beteiligt, so dass wir ein immenses Grundniveau haben. Das Gruppensegment gegen Beginn der Show würde ich trotz unausgewogener Redeanteile zu den Top 5 des PPVs zählen, auch Dynamite wirkte sinnvoll eingesetzt. Breads wirkt als neuer alter PC-Coach wie ein Offizieller und Fädenzieher. Also sehr viel Gutes beim neuen Protokoll. Aber ich finde, dass die übergreifende Story um das Stable mich nicht vom Hocker reißt. Klar, sie haben ein gutes Segment und werden vom Chef zum Siegen motiviert/verdammt. Aber ich merke abgesehen von der PC-Sache (die eigentlich facig ist) nicht, dass sie das große (Heel-)Stable von des Chefs Gnaden sind, dass die Liga neu ordnet und unterbuttert. Die drei Charaktere haben ihre Stories und sind regelmäßig zu sehen. Ich glaube aber nicht, dass die drei Stories großartig anders verlaufen wären, wenn die Charaktere nicht im Stable wären. Also es gibt mir alles weiterhin nicht das Gefühl, dass wir ein Team in der Liga haben, dass wie eine Krake überall die Arme im Spiel hat und potenziell alles verändern könnte. Die Dauerstory des Protokolls packt mich trotz guter Einzelsegmente und spannender Ansätze (Royal Rookie) weiterhin nicht zu 100%. Vielleicht wäre die entsprechende Präsenz nur direkt nach der Gründung möglich gewesen, da dann der Hype da war und das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen. Vielleicht. Deswegen ambivalente Sichtweise.

    Breads vs Dalmi:
    Dalmi bleibt einfach ein kranker Psycholurch und das Match ist zweifelsohne von der Schreibweise & Atmosphäre der Olymp dieses PPVs. Ich fand die Emotionen der Charaktere sehr gut umgesetzt und konnte sogar bei einigen Spots richtig mitgehen, obwohl mich – wie oben mal geschrieben – die ganze Hardcore-Sache an sich komplett kalt lässt. Aber hier gab es einige Dinge (Dalmi mit der Kultspritze und sein Umgang damit), an die ich vielleicht auch in einiger Zeit nochmal denken werde. Es freut mich, dass der überfällige Sieg von Breads endlich gekommen ist und hoffentlich profitiert er vom Ende dieser Loser-SL mehr als alle andere Charaktere vom Sieg über ihn profitiert haben – die meisten Pushs durch Breads-Schlagen verlieren nämlich ziemlich im Sande. Diese Fehde hat uns einige sehr starke Momente geliefert und auf viel gemeinsamer Historie gefußt. Rein vom Aufbau fand ich es jedoch nicht so krass. Es sind zwei immens große Namen, grad für mich als Fan der Gimmicks. Aber es gab eben auch Ablenkungen (Fokus aufs Lerbitz Ruins Match, auch wenn es megaswaggy war und Breads Doppelrolle als Fehdenteilnehmer und Protokoll-Offizieller, der noch nebenbei Ankündigungen macht) und viel der Storyline bezog sich auf die Vergangenheit, es kamen keine Story-Arcs dazu, die mir begreiflich gemacht haben, warum diese Iteration von Dalmi vs. Breads die allerbeste ist. Aber dennoch sehr hohes Grundniveau, tolles Match beim PPV und es hat irgendwie zum Lerbitz Ruins Match geführt und jetzt hat Breads gewonnen und alles wird gut <3

    Main Event: Über meinen Sieg freue ich mich natürlich. Ich bin ein Kind der Zeit, in der immer bewertet wurde und nehme deshalb jede Bewertung mit, wenn sie sich bietet – nach dem Schlüsselgewinn war es wieder eine spannende Abwechslung zur Story-Entscheidungen. Die Segmente aller drei Matchteilnehmer beim PPV waren richtig, richtig stark und meiner Einschätzung nach sogar die Top 3 bei diesem PPV. Ich hatte definitiv das Gefühl eines würdigen PPV-Main Events und glaube, dass jeder Teilnehmer ein würdiger Champion gewesen wäre. Vielen Dank an Schwanenburg für das Einspringen nach dem SCHEIß-BETRIEBSRAT-Gau und eine letzte lobende Erwähnung für Alex Ricks: Durch das Gespräch mit Camden war es ein ganz anderes Setting als man üblicherweise für das letzte Segment vor dem Match wählen würde und trotzdem fand ich es einen saustarken Matchhype.

    Ohne Match: Kyle Douglas kommt wie ein arroganter Bastard rüber, was sich für 2nd-Generation-Dudes hervorragend anbietet. Bei seinem ersten Auftritt war er schon recht cocky und da war mir noch nicht bewusst, ob es so gewollt ist oder er eigentlich sympathisch ist. Jetzt positioniert er sich mMn recht klar in Richtung Heel und das eröffnet eine spannende Perspektive. Einerseits durch die Paarung mit dem zurückkehrenden Flawless, andererseits dann in Hinblick auf Konfliktpotenzial mit Dragan. Und auf lange Sicht könnte es spannend sein, wenn Morbeus - der zuletzt Face war - zurückkommt und erstmal Klartext mit seinem Sohn sprechen muss, der sich als arroganter Schnösel präsentiert. Das zeichnet sich schon viel Potenzial beim Charakter ab, sicher ein interessanter Kandidat für den Zyklus zur Royal Rookie-Battle Royal.

  3. #3
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    Auch wenn das vielleicht inzwischen ein alter Hut ist, aber ich hatte noch versprochen, meine Bewertung für den Main Event von Ultra Violence zu posten. Dies hole ich hiermit nach.

    Zuallererst möchte ich voranschicken, dass die Struktur dieser Fehde es äußerst schwierig gemacht hat, eine quantifizierbare Entscheidung treffen. Ferner möchte ich mich bei allen Beteiligten des Main Events für ihre Zeit und Mühe bedanken, die sie in ihre Segmente gesteckt haben. Mit dieser Bewertung möchte ich keinesfalls den Eindruck erwecken, dass hier jemand einen schlechten Job gemacht hat - dennoch muss am Ende eine Entscheidung her.

    Zunächst das Ranking, welches ich für mich festgestellt habe:
    1. Keek Hathaway
    2. Antoine Schwanenburg
    3. Alex Ricks

    Nun zu der Begründung:
    Ausschlaggebend für mich war letztendlich, wer mich am meisten überzeugen bzw. mitreißen konnte. Auf argumentativer Basis wäre dies Schwanenburg gewesen. Er war der Charakter, der über die gesamte Season den stärksten Fokus auf die Titelfehde hatte, während Hathaway und Ricks besonders zu Beginn der Season aus welchen Gründen auch immer mit anderen Dingen beschäftigt waren. Dass dies teilweise aus Notwendigkeit (Offgimmick-Zerfall des Protokolls) oder weil die Storyline tatsächlich so gedacht war (Wohnwagencrash) passierte, soll erst einmal zweitrangig sein. Schwanenburg begann die Season mit einem nachvollziehbaren Claim, nämlich dass er den Wrestler des Jahres 2021 bei Doom's Night besiegte und dass - aufgrund von Schwanenburgs Status in der Liga - ohnehin bereits eine Herausforderung zu Beginn des Jahres im Raum stand. Schwanenburg und seine Gattin stellten vor allen Dingen heraus, dass ein Champion, der keine physische Präsenz zeigt und sich nicht vollständig auf das anstehende Titelmatch konzentriert, eine schlechte Außenwirkung für die Liga hätte. Gegenüber Alex Ricks wurde vorgeworfen, dass er alle wichtigen Matches im letzten halben Jahr verlor und keinen Titel halten kann, den er gewinnt. Die Vorwürfe gegen beide Charaktere halte ich für gerechtfertigt. Darüber hinaus fand ich es gut, dass Schwanenburg mit Amelie immer einen Charakter in der Hinterhand hatte, dessen Interaktion für eine stimmige Chemie sorgt und der sich gleichzeitig eigenständig genug anfühlt, etwa wenn es in Debatten mit Eric Fletcher darum ging, wie nach Hathaways Unfall mit dem Title Picture verfahren werden soll.
    Mein Problem an dem RP ist, dass es in meinen Augen kaum Akzente setzen kann. Es ist insgesamt durchdacht und mit vielen Thesen, die das Ehepaar Schwanenburg gegenüber verschiedenen Charakteren in den Raum wirft, gehe ich von logischer Seite her absolut d'accord. Jedoch vermisse ich das Außergewöhnliche, das "Thinking outside the box", das letzte I-Tüpfelchen. Ohne jetzt hier etwas unterstellen zu wollen, aber meist machte es eher den Eindruck der Pflichtübung (Stichwort: Laderampe; gäbe es da nicht ein paar interessantere Szenarien?). Auch bei der Auswahl der Skitpartner hätte es unter Umständen nicht geschadet, ein wenig mehr die Comfortzone zu verlassen, um dem eigenen Werk mehr Exotik zu verpassen. Der einzige Moment, der mir beim Lesen das Gefühl gegeben hat, dass Schwanenburg diesen Sieg unbedingt will, war bei der beeindruckend wortgewaltigen Hype-Promo im Show-RP für Ultra Violence. Gerne hätte ich es gesehen, dass Schwanenburgs Beiträge über die gesamte Season auf einem solch überragenden Niveau gewesen wären.
    Ich möchte hier noch mal anmerken, dass der Kern des RPs, das punktuelle und konzentrierte Selling des Titelmatches über die gesamte Road to Ultra Violence nichtsdestotrotz sehr gut ist und wir hier lediglich von Kleinigkeiten sprechen. Leider sind es eben diese Kleinigkeiten, die dann für mich am Ende den Unterschied ausmachen.

    Für Alex Ricks gilt im Grunde genommen fast das gleiche, wobei ich seinen Claim im Großen und Ganzen für wenig haltbar empfinde. Dies wurde sinnvollerweise von seinen Opponenten in diversen Shows aufgegriffen, wirklich gegenargumentieren lässt sich dagegegen ja leider nicht so richtig. Womöglich hätte man anbringen können, dass Ricks durch Dynamite nach der Frischzellenkur für das Protokoll eine erneute Legitimation erhält, ein solcher Aspekt wird jedoch kaum ausgespielt. Hier wäre doch auch die Möglichkeit gegeben gewesen, die erste Hälfte der Season, die sich ja eher mit dem Protokoll beschäftigt hat, sinnvoll mit der späteren Hälfte zu verknüpfen. Stattdessen wurde lediglich auf die Ricksenburg-Zeit eingegangen (was nichtsdestrotrotz sinnvoll und richtig war!) und wieder und wieder beschworen, dass man ja der beste Kämpfer der GFCW. Das reicht mir als Herausforderer auf den höchsten Titel aber nicht. Es gab nach hinten raus gute bis sehr gute analytische Spitzen gegen Keek Hathaway und Schwanenburg, letztlich vermisse ich über die ganze Strecke aber auch bei Alex Ricks die über bloßes Abarbeiten der Tagesthemen hinausgehende Extravaganz, die Ausdruck des Killerinstinktes sein sollte, besonders in der Situation, in der Alex Ricks sich nach der Doom's Night-Schlappe und dem wachenden Auge Dynamites befinden müsste. Da wäre meines Erachtens noch so viel mehr drin gewesen, um dem roboterhaft wirkenden Mathematiker noch eine menschliche Komponente zu geben, bei der ich als Leser das Gefühl bekomme, dass Alex Ricks diesen Sieg unbedingt braucht. Das war leider nie der Fall.

    Was hebt nun also den amtierenden Champion, von seinen Herausforderern ab? Hier muss ich zuerst voranschicken, dass auch das RP für Keek Hathaway mitnichten perfekt war. Vor allem in den ersten Shows, hat mich der Fokus auf Hutcherson im ersten Moment sehr irritiert. Auch die Behauptung, dass Hathaway ja eigentlich ein guter Champion sei, weil er sich um die Jungen wie Lennie Taiwo oder Timo Schiller sorgt, statt seine Gedanken strikt bei seinem Gegner Schwanenburg zu haben, sorgte bei mir eher für Kopfschütteln. Bei den meisten verbalen Auseinandersetzungen, die Keek Hathaway mit seinen Herausforderern hatte, konnte der Champ mindestens mithalten, wenn nicht sogar sie überragen. Mit Ausnahme der weiter oben geschilderten Aussage, waren besonders die Augenblicke, in denen Keek Hathaway mit seiner Rolle als Champion haderte, immer die interessantesten. Im Laufe der Season (und eigentlich sogar schon davor) konnte man als Leser Zeuge einer Tour de Force werden, durch die Keek Hathaway geschickt wurde, wobei dies nach dem klassischen Muster der metaphorischen Heldenreise gestaltet wurde, welches bis heute seine Wirkung nicht verfehlt. Keek war ganz oben und ist mit signifikanter Fallhöhe abgestürzt, um sich allen Widrigkeiten zum Trotz doch noch zum Main Event von Ultraviolence zurückzukämpfen. Das gewinnt keinen Blumentopf für Innovation, aber die Krisen und der beschwerliche Weg zurück an die Spitze sind so eindringlich gestaltet, dass mich Keeks Heldenreise mitfühlen, mitfiebern und mitmenscheln lässt. Sie macht Keek Hathaway als Person nicht nur greifbar sondern auch plastisch. Am Ende ist es dieses Zünglein an der Waage, das für mich den Ausschlag gibt und daher geht meine Stimme auch an Keek Hathaway, in der oben genannten Reihenfolge.

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