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  1. #1
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    Wie fasse ich ein Match zusammen?

    moin moin GFCW Galaxy!

    Im letzten Jahr habe ich daran gearbeitet, eine vereinfachte Form des Matchwritings an den Start zu rollen. Dieses Ergebnis würde ich nun gerne mit euch teilen, vielleicht ist es ja für den ein oder anderen interessant das System so oder so ähnlich zu nutzen. Es ist nicht für wichtige Matches, bzw PPV Matches gedacht, das Ganze ist eher für das 'normale', bzw. nicht so sehr im Detail wichtige War Evening Match gedacht. Das System sieht vor, das Match in Phasen aufzuteilen. Im kommenden Beispiel sind das Früh-, Mittel-, Spätphase und das Finish. Bei kürzeren Matches kann man z.B. die Spätphase auch weglassen, aber die genaue Ausführung wäre eh jedem selbst überlassen. Wer es mal versuchen will, der ist gerne dazu eingeladen. Ich will hier jetzt auch keine Diskussion anstoßen, ob und wie wichtig Matchwriting bei War Evening Ausgaben sind, ich will lediglich denjenigen, die nicht unbedingt ein komplettes "unwichtiges" Match schreiben wollen, eine Alternative bieten. Ich führe es am Besten mal vor:




    Karo Herzog gibt das Zeichen und die Glocke läutet.

    DING DING DING.

    Das Match startet recht fix und ist in der frühen Phase vor allem bestimmt durch den jungen Mexikaner, Conjunto. Er will seine Schnelligkeit ausspielen aber in einigen Aktionen merkt man, dass ihm noch die Erfahrung fehlt. Die Erfahrung bringt Ernie Crewes mit und er wirkt sehr abgebrüht. Er nimmt sich die Zeit, die er braucht. Justus hingegen, versucht seine Gegner zu lesen und dementsprechend auf sie zu reagieren.

    FRÜHPHASE:
    Conjunto wirkt sehr bemüht, aber bringt nicht viel zählbares auf das Parkett. In der Anfangsphase ist er auf jeden Fall derjenige, der für den meisten Alarm sorgt, aber scheitert entweder am Gewicht von Crewes oder der guten Übersicht von Thalberg.

    Pete: „Unglücklicher Start für Conjunto!“
    Sven: „Er zahlt Lehrgeld.“

    Ernie Crewes scheint in allen Belangen das Gegenteil von Conjunto zu sein. Er lässt seine Gegner kommen, bemüht sich wenig bis gar nicht darum, selbst in die Offensive zu gehen, sondern eher darum, die gegnerischen Offensiven zu absorbieren und am Ende mehr im Tank zu haben. Er zeigt nicht allzu viel in der Anfangsphase.

    Sven: „Wenn er das Match gewinnen will, muss er mehr zeigen.
    Pete: „Ich denke, er rüstet sich für ein langes Match und will hinten raus die meisten Körner haben!“

    Justus Thalberg wirkt wie ein gutes Gesamtpaket. Er zeigt eine gute Kombination aus Unaufgeregtheit und dem nötigen Fokus. Eins ums andere Mal kann er Conjunto ein Schnippchen schlagen, indem er sich clever positioniert oder dessen Bewegungen antizipiert. Mit Crewes hatte er wenig Berührungspunkte in der Anfangsphase.

    Pete: „Das entspricht etwa dem, was wir zuvor hörten, oder?“
    Sven: „Ja, er macht das sehr clever!“

    MITTELPHASE:

    Conjunto ist im Mittelteil schon sehr angeschlagen. Seine Bemühungen zuvor liefen fast alle ins Leere, sodass er selbst viel Energie verlor. Es wirkt so, als schleppt er sich durch den Mittelteil.

    Sven: „Das sieht nicht gut aus für den jungen Mexikaner.“
    Pete: „Absolut nicht! Er muss aufpassen, dass er noch im Match bleibt!“

    Ernie Crewes hat in der Mittelphase zugelegt. Man merkt deutlich, dass er quasi nur darauf wartete, dass Conjunto kein Gas mehr im Tank hat und er setzt ihm nun sehr zu. Er konnte einen Gang nach oben schalten und wirkt nicht mehr so teilnahmslos, wie zu Beginn.

    Pete: „Da hast du deine Steigerung, Sven!“
    Sven: „Ja, so habe ich mir das vorgestellt. Gute Phase von Crewes.“

    Justus Thalberg bleibt weiterhin so konzentriert und fokussiert, wie zu Beginn. In diesem Teil ist er aber mehr bedacht darauf, Ernie Crewes nicht gewinnen zu lassen. Crewes setzt Conjunto sehr zu, was zu mehreren Near-Falls führt. Thalberg unterbricht, so gut er kann. Außerdem kann er immer mal wieder eine gute Aktion gegen Crewes zeigen, damit der in keinen Fluss kommt.

    Pete: „Sehr smart und technisch sauber. Wenn er das aufrecht behält, hat er gute Chancen!“
    Sven: „Er teilt sich seine Energie genau richtig ein, so wirkt es auf mich zumindest.“

    SPÄTPHASE:

    Conjunto hat sehr Federn gelassen. Er kann noch mal einen Verzweiflungsakt gegen Crewes zeigen, die ihm tatsächlich fast den Sieg einbrachte, aber Thalberg war zur Stelle. Ansonsten nimmt er nicht mehr viel am Match teil.

    Sven: „Die Erfahrung muss er jetzt sammeln, wenn er mal ein Großer werden will.“
    Pete: „Ich denke, das wird er auch machen! Motivation kann man ihm nicht abstreiten, aber es fehlt noch ein bisschen was für die ganz große Bühne.“

    Ernie Crewes befasst sich im letzten Drittel des Matches mehr mit Justus. Crewes gefiel es nicht, dass Thalberg seine Aktionen gegen Conjunto immer wieder störte und fühlt sich um den Sieg betrogen. Seine Offensiven gegen Thalberg laufen aber meistens ins Leere, da dieser einfach schneller ist. Eine dieser gescheiterten Aktionen sorgten dafür, dass Conjunto durch eine verzweifelte Attacke, fast noch das Match gewann.

    Sven: „Er will ganz eindeutig, aber er kriegt Thalberg nicht zu packen!“
    Pete: „Und auch er wirkt so, als sei er nicht mehr der Frischeste!“

    Justus Thalberg macht da weiter, wo er aufgehört hat. Durch das gesamte Match zieht sich der Eindruck, dass er einfach weiß, was zu tun ist. Er ist da, wo er gebraucht wird und er ist nicht da, wo es ihm schadet. Gute Übersicht, flink auf den Beinen und technisch saubere und schnelle Aktionen. Er macht kaum unnötige Bewegungen, er ist einfach nur sehr effektiv.

    Pete: „Tolles Match bis hierhin von ihm!“
    Sven: „Er hat sich einen Plan zurecht gelegt und führt ihn exakt so aus. Gute Leistung.“


    FINISH:

    Pete: „Die Entscheidung liegt in der Luft, meine Freunde!“


    Conjunto ist angeschlagen. Ernie ist angeschlagen. Justus wirkt noch relativ frisch. Für Ernie ist klar, was hier zu tun ist und er bietet Conjunto ein vorübergehendes Bündnis an. Der lehnt erst ab, aber nachdem Justus einmal mehr eine gute Aktion anbringen kann, stimmt er dann doch zu. Zu zweit versuchen sie nun, Thalberg Einhalt zu gebieten und auf den ersten Blick sieht das auch ganz gut aus.

    BODY SLAM!

    Von Ernie, an Justus.

    Sven: „Da kommt Conjunto!“

    SPRINGBOARD MOONSAULT!

    Der sitzt! Direkt der Pin hinterher, Karo Herzog ist am Boden.


    1...

    2...

    NEIN! Da ist Ernie! Er reißt Conjunto von Justus und schleudert ihn zwei, drei Meter nach hinten.

    Pete: „Jetzt pinnt Ernie!“

    Herzog ist einmal mehr am Boden.

    1...

    2..

    Kick Out!

    Sven: „Da ist einfach viel zu viel Zeit vergangen!“

    Crewes steht sofort auf und diskutiert mit Herzog. Das waren 3! brüllt er laut. Aber er übersieht eine wichtige Sache.

    Pete: „Conjunto vom Top Rope!“

    Er junge Mexikaner springt ab wie ein junger Gott und visiert Ernie an.

    HURRACANRANA!

    Das erste Mal am heutigen Abend, dass ihm eine Aktion gegen Ernie so richtig gelingt und der rollt damit gar aus dem Ring hinaus. Aber er ist angeschlagen. Sichtlich angeschlagen. Das war alles, was er noch im Tank hatte. Er geht auch nicht zum Pin, denn er weiß genau: Thalberg ist wieder da. Also geht er ihn an. Die beiden müssen es jetzt unter sich ausmachen. Conjunto versucht die Offensive zu übernehmen, aber er ist nicht mehr wirklich schnell auf den Beinen. Für Justus ist es relativ einfach, den Mexikaner zu kontern.

    Sven: „Entscheidende Phase. Thalberg hat die meisten Körner, wie es aussieht.“

    Und so sieht es auf jeden Fall aus. Conjunto taumelt. Er kann sich kaum auf den Beinen halten.

    Pete: „Thalberg hievt Conjunto auf seine Schultern.“

    INTERVENTION!!!

    Der Samoan Driver von Justus Thalberg trifft sein Ziel und der Pin folgt. Karo Herzog begibt sich auf die Matte.

    1...

    2...

    3!

    DING DING DING!


    SIEGER DES MATCHES DURCH PINFALL NACH 13 MINUTEN, 22 SEKUNDEN: JUSTUS THALBERG!


  2. #2
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    Gute Idee und danke für die Vorarbeit!

  3. #3
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    Wenn Matches so kurz wären wie in deinem Beispiel oder noch eher wie in einem Report einer realen Show auf Moonsault oder irgendeiner anderen Seite, dann würde ich sie vielleicht sogar lesen. Man kann ja auch den Sieger, damit man beim Scrollen nicht gespoilert wird, schwärzen, so dass man den Namen nur beim markieren liest. Oder vielleicht kann man ein Spoilerfeld einbauen, so dass man erst draufklicken muss, um den Sieger zu sehen.

  4. #4
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    Eigentlich eine gute Idee. Hat was. Das schwärzen sollte kein Problem darstellen. Bei einem Spoilerfeld könnte es schwierig werden - je nachdem ob OpenOffice da mitmacht

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