Abraham verlässt Krankenhaus
Box-Weltmeister Arthur Abraham hat das Krankenhaus in Siegen verlassen. 'Ich habe mich nach der Operation erholt und mir geht es sehr gut', sagte der Mittelgewichtschampion der International Boxing Federation (IBF).
'Das Wichtigste für mich ist natürlich, dass ich den Gürtel bei mir habe. Ich habe hart gekämpft, um ihn zu verteidigen.' Im WM-Kamf gegen den Kolumbianer Edison Miranda eine Woche zuvor in Wetzlar hatte Abraham acht Runden mit gebrochenem Kiefer gekämpft und trotz des Handicaps einen Punktsieg errungen.
Spekulationen, dass der gebürtige Armenier möglicherweise seine Karriere wegen des doppelt gebrochenen Kiefers beenden müsse, erteilte Abraham eine klare Absage. 'Ich werde schon in ein paar Wochen wieder mit dem Fitness-Training beginnen', sagte der in Berlin lebende 26-Jährige. Das Boxtraining will er in etwa zwei Monaten wieder aufnehmen. Der gebrochene Kiefer ist mit zwei Titanplatten fixiert worden. 'Da gibt es gar keine Probleme', sagte Abraham.
Der Weltmeister reagierte auf Aussagen des unterlegenen Herausforderers Miranda, der sich für den Sieger des Duelle hält. 'Er hat nach Punkten klar verloren. Und normalerweise hätte ihn der Ringrichter disqualifizieren müssen. Für drei klare Tiefschläge wurde Miranda verwarnt * jeder in der Halle und vor dem Fernseher hat das gesehen. Und einige andere Tiefschläge hat der Referee gar nicht geahndet', meinte Abraham. 'Vielleicht sollte er sich den Kampf noch einmal anschauen, ehe er solchen Blödsinn erzählt. Ich bleibe dabei: Miranda ist kein fairer Sportsmann.'
Auf den Weltmeister warten jetzt zahlreiche Fernseh-Auftritte. Nach der MDR-Sendung 'Sport Im Osten' reist Abraham nach München zum Bayerischen Rundfunk, wo er in 'Blickpunkt Sport' auftritt. Danach ist er mit Trainer Ulli Wegner und Ringarzt Walter Wagner zu Gast bei 'Stern TV' (RTL) in Köln. Einen Tag später fliegt Abraham nach Chicago, wo er für die ARD den Schwergewichts-WM-Kampf seines Stallkollegen Nikolai Walujew (Russland) gegen Monte Barrett (USA) kommentieren wird.