Ackermann stürmt erstmals aufs Siegerpodest
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Doppelweltmeister Ronny Ackermann hat beim Weltcup-Sprint der nordischen Kombinierer in der Ramsau seinen ersten Podestplatz dieser Saison erreicht.
Ackermann musste dabei nur dem norwegischen Weltcup- Spitzenreiter Magnus Moan und dem Franzosen Jason Lamy Chappuis den Vortritt lassen.
'Der Knoten ist endlich geplatzt. Ich bin total zufrieden', jubelte der 29 Jahre alte Kombinierer vom Rhöner WSV Dermbach nach dem Wettkampf mit einem Sprung und dem 7,5 Kilometer langen Lauf.
Bereits am Vortag war er beim Sieg des Österreichers Christoph Bieler im Massenstart-Wettkampf als Vierter bester Deutscher gewesen. Ackermann konnte als Einziger aus dem Team von Hermann Weinbuch überzeugen. Thorsten Schmitt (Furtwangen) war mit den Rängen 16 am Vortag sowie 13 jeweils zweitbester Deutscher.
Ackermann hatte mit seinem besten Wettkampfsprung des Wochenendes auf 95 Meter bereits die Basis für den Podestplatz gelegt. Der Thüringer lag vor dem Lauf nur 28 Sekunden hinter dem überlegenen Sprunggewinner Christoph Bieler (Österreich/98,5 m). 'Das gibt nach den wirklich guten Trainingssprüngen Auftrieb', sagte Ackermann. Bereits im Auslauf ballte er die Siegerfaust und jubelte: 'Ich bin auf dem richtigen Weg.'
Auf der relativ einfachen, flachen und damit schnellen 1250-Meter- Laufrunde ging er vom Start weg hohes Tempo. 'Man musste heute das Risiko eingehen, eventuell auch zu übersäuern. Als Lamy Chappuis und Moan auf der Schlussrunde angezogen haben, habe ich dann leider etwas den Windschatten verloren', berichtete Ackermann. Auf jeden Fall sei der Test mit zwei Wettkämpfen an zwei Tagen gelungen, 'denn ich wusste nach meinen gesundheitlichen Problemen nicht, wie ich das verkrafte'.
Am Tag zuvor hatte Ackermann trotz eines Stockbruchs als Vierter im Massenstartrennen beim Sieg von Bieler den erhofften Podestplatz noch knapp verfehlt, als er in den beiden Wertungssprüngen nicht an die exzellenten Trainingsleistungen anknüpfen konnte. Trotzdem lobte ihn Bundestrainer Hermann Weinbuch. 'Ronny ist auf bestem Weg zu alter Stärke. Bei Björn Kircheisen zeigt der Trend ebenfalls nach oben, auch wenn das die Ergebnisse hier nicht so belegten', schätzte Weinbuch das Wochenende ein. Bis zur WM wird auch Georg Hettich wieder Anschluss zu dem Trio finden, hofft er. Immerhin fehlen dem Turin-Olympiasieger nach Trainingsausfällen rund 150 Sprünge.
Vor Weihnachten trainieren die deutschen Kombinierer noch drei Tage im österreichischen Seefeld. 'Da werde ich noch mal Ski testen', kündigte Ackermann an und machte vor der Weihnachtspause Werbung für den Heimweltcup am 30. Dezember. 'Selbst wenn wir nicht auf der Großschanze springen könnten, sollte Oberhof nicht abgesagt werden. Oberhof ist der Weltcup mit den meisten Zuschauern im ganzen Winter. Da sollte die FIS auch den Kompromiss mit der Normalschanze eingehen', forderte er angesichte der Witterungsprobleme Entgegenkommen vom Internationalen Skiverband (FIS).
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