Neue Herausforderungen für Kati Wilhelm
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Die Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm ist die 'Sportlerin des Jahres' 2006. Das ergab die von der Internationalen Sportkorrespondenz (ISK) zum 60. Mal durchgeführte Wahl.
Ihre Gala-Auftritte des vergangenen Winters haben Kati Wilhelm schon viele späte Ehrungen eingebracht - nun folgte mit der Wahl zur 'Sportlerin des Jahres' die Krönung. Die Biathlon- Olympiasiegerin und Gesamtweltcup-Gewinnerin aus dem thüringischen Steinbach-Hallenberg hat sich diesen Titel verdient. Sie genießt ihren Ruhm, mag den Rummel um ihre Person, schöpft daraus neue Motivation.
Bevor die inzwischen 30-Jährige als 'Rotkäppchen' mit gefärbtem Haarschopf und einer roten Kappe zu einer Marke in Biathlon wurde, war Kati Wilhelm Langläuferin. Nach dem fünften Staffelplatz bei Olympia 1998 in Nagano und dem Debakel bei der WM ein Jahr darauf wechselte sie das Metier. Sie fasste bei den Skijägern schnell Fuß, wurde im zweiten Biathlon-Winter 2001 bereits Weltmeisterin und gewann 2002 in Salt Lake City zwei Mal Olympia-Gold. 'Der Wechsel zum Biathlon war die beste Entscheidung meiner Laufbahn', sagte sie.
Der Wechsel ins neue Umfeld in Ruhpolding war vielleicht die wichtigste Entscheidung ihres Lebens, denn im Chiemgau lernte sie mit Andreas Emslander den Mann an ihrer Seite kennen. Der Erfolg mit Olympia-Gold und zwei Silbermedaillen in Turin sowie dem Weltcupgesamtsieg, den sie auf die gleiche Stufe wie die Olympiasiege stellt, gab der redegewandten Sportsoldatin Recht.
'Ich brauche neue Herausforderungen, muss raus aus dem gewohnten Trott. Sonst ist es schwierig, den Trainingsalltag zu bewältigen', begründete sie den weitgehenden Ausstieg aus dem Teamtraining bei der Saison-Vorbereitung. Sie trainierte viel gemeinsam mit ihrem Freund, der ab diesem Winter auch ihr neuer Skiwachser ist. Gelernt hat er das als Skitechniker der USA-Biathleten.
Schon jetzt bereitet sich Kati Wilhelm intensiv auf die Zeit nach den Winterspielen 2010 in Vancouver vor, studiert seit Frühjahr in Ansbach internationales Management und sagte deshalb sogar öffentliche Auftritte ab. Nach ihrer Laufbahn würde sie gern im Bereich Fernsehen/Marketing arbeiten. 'Olympia 2010 ist mein Ziel, auch wenn ich mal gesagt habe, mit 30 solle man ans Aufhören denken. Doch mir macht Biathlon noch viel zu viel Spaß', erläuterte sie ihren Meinungswechsel. Ziel für diesen Winter ist eine WM-Einzelmedaille, denn 'der Sprinttitel 2001 war schließlich meine bisher einzige'.
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