Keppler Achter im Super-G - Miller Sieger
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Stephan Keppler freute sich als Achter über das beste deutsche Super-G-Ergebnis seit fast sechs Jahren, Bode Miller düpierte mit einer Traumfahrt die Konkurrenz, und die Österreicher blieben zum achten Mal hintereinander ohne Sieg.
Beim alpinen Weltcup im italienischen Gröden setzte Keppler durch sein bestes Super-G-Resultat überhaupt den Aufschwung der deutschen Skiherren fort. Mit einer nicht fehlerfreien, aber couragierten Vorstellung lag der Ebinger 1,09 Sekunden hinter Miller.
'Ich weiß auch nicht, auf einmal läuft alles. Wenn ich Fehler mache, weiß ich, dass ich schnell bin', sagte der 23 Jahre alte Sportsoldat, der bereits als Abfahrts-Achter zu Saisonbeginn im kanadischen Lake Louise überrascht hatte. 'Das hat mir Selbstvertrauen gegeben', meinte Keppler.
'Das ist eine super gute Leistung. Die Strecke ist schwerer als die in Beaver Creek', lobte Alpin-Sportdirektor Wolfgang Maier. Mit Startnummer 34 hatte Keppler durch einen Husarenritt auf der technisch anspruchsvollen Saslong-Piste überzeugt. Johannes Stehle (Obermaiselstein) fuhr mit 3,17 Sekunden Rückstand auf Platz 47, Mathias Wölfl (München) schied bei seinem Weltcup-Debüt aus.
Super-G-Weltmeister Bode Miller lag bei seinem souveränen zweiten Saisonsieg in 1:32,35 Minuten 0,64 Sekunden vor dem Österreicher Christoph Gruber. 'Das war die beste Fahrt der Saison', sagte Miller nach seinem ersten Sieg in Gröden zufrieden. Während der Amerikaner nach vielen Ausfällen endlich einmal einen guten Lauf ins Ziel brachte, konnte bei den Österreichern nur der zweitplatzierte Gruber zufrieden sein.
Hermann Maier kam zwar als Fünfter ins Ziel, wurde aber wegen eines Torfehlers disqualifiziert. Ohne Chance
präsentierten sich Gesamt-Weltcupsieger Benjamin Raich als 45. und Vize-Weltmeister Michael Walchhofer als 26. Die jahrelange Dominanz der Österreicher ist in diesem Winter gebrochen - nur Raich gewann das Auftaktrennen Mitte November. Der Gesamtweltcup ist mit acht verschiedenen Siegern in neun Rennen ausgeglichen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
'Die Konkurrenz ist stark wie nie. Das ist gut für den Skisport und schlecht für uns', meinte Raich. 'Der Druck auf uns ist schon groß', sagte Gruber angesichts der medialen Kritik in der erfolgsverwöhnten Heimat. Raich hingegen relativierte: 'Im Vergleich zu den anderen Nationen haben wir nicht so schlechte Leistungen gebracht. Es ist nicht so, dass wir total erfolglos waren. Immerhin waren wir einige Male auf dem Stockerl.'
Im Gesamtweltcup behauptete der Norweger Aksel Lund Svindal seine Führung. Der drittplatzierte Kanadier John Kucera bleibt im Super-G-Weltcup vorn. In Gröden findet am 16. Dezember eine Abfahrt statt.
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