Biathletin Henkel verteidigt Führung im Weltcup

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Ihre Siegesserie ist gerissen, doch als Dritte hat sie die Weltcupführung verteidigt: Andrea Henkel ließ ihren drei Siegen hintereinander in Hochfilzen den dritten Platz im Sprint folgen.
Die makellos schießende schwedische Massenstart-Olympiasiegerin Anna Carin Olofsson als Siegerin sowie die Französin Sandrine Bailly als Zweite belegten die beiden Ränge vor ihr. Platz vier belegte überraschend Kathrin Hitzer (Gosheim), die als einzige der sieben deutschen Starterinnen ohne Schießfehler blieb.
'Einen Fehler kann man schon mal schießen. Das ist okay', sagte Andrea Henkel. 'Aber heute habe ich keinen Rhythmus gefunden und deshalb wohl zu lange auf den letzten Schuss gewartet und so den Fehler provoziert', meinte die Großbreitenbacherin - und stapfte sichtlich zufrieden in die Umkleidekabine. Dort verfolgte sie am Fernseher den Sturmlauf von Olofsson. 'Die hätte ich heute auch ohne Strafrunde nicht gepackt. Ich bin hoch zufrieden', sagte Henkel.
Im Weltcup führt sie mit 297 Punkten vor Olofsson (234) und der am Freitag siebtplatzierten Kati Wilhelm (Zella-Mehlis/230). 'Jetzt kann ich das Gelbe sogar unter den Weihnachtsbaum legen und zu Hause in Oberhof in Gelb starten. Das ist fantastisch', jubelte die Weltcup-Spitzenreiterin.
Anna Carin Olofsson hatte beim siebten Weltcup-Tagessieg ihrer Laufbahn im Ziel nach 7,5 Kilometer 32 Sekunden Vorsprung auf die ebenfalls fehlerfrei schießende Bailly und 41,6 s vor Henkel. Sie strafte bei strahlendem Sonnenschein und harter Spurt Uschi Disl Lügen. Die im achten Monat schwangere zweimalige Weltmeisterin des Vorjahres nutzte den Besuch bei ihren ehemaligen Kollegen sogar noch zu einem kurzen Skiausflug. Schon vor dem Start hatte sich Uschi Disl festgelegt: 'Olofsson gewinnt heute nicht. Sie ist zu unsicher beim Schießen.'
Der 20-jährigen Kathrin Hitzer fehlten nur 16,7 Sekunden zum Podestplatz. 'Ich bin überglücklich und total überrascht', meinte die Schwarzwälderin und negierte im Zielraum die Aufforderung des Physiotherapeuten Andi Böhme, doch mal zu lachen. 'Ich lächel doch. Weißt du eigentlich, wie ich mich gequält habe?', entgegnete sie nach dem besten Weltcup-Resultat ihrer noch jungen Laufbahn. 'In der dritten Weltcupwoche merke ich schon, wie die Körner weniger werden', bemerkte Hitzer, die wegen ihrer Abiturprüfung bis Juni erst mit dreimonatiger Verspätung ins Sommertraining eingestiegen war.
Die deutschen Frauen imponierten erneut mit einer mannschaftlich überzeugenden Leistung. Neben Henkel, Hitzer und Wilhelm sammelten auch die läuferisch überzeugende Magdalena Neuner (Wallgau/9.), Martina Glagow (Mittenwald/15.) und Katrin Apel (Frankenhain/16.) Weltcuppunkte.
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