Ingolstadt unterliegt Berlin - Blamage für Köln
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Titelverteidiger Eisbären Berlin hat mit einem Sieg über Spitzenreiter ERC Ingolstadt neuen Mut in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) geschöpft.
Der um einen Playoff-Platz kämpfende Meister gewann 3:2 nach Penaltyschießen gegen die Bayern, die Vizemeister DEG Metro Stars 6:1 demontiert hatten und in der Tabelle vorn bleiben.
Düsseldorf zeigte sich beim 6:3 gegen die Iserlohn Roosters gut von der höchsten Saisonniederlage erholt, blieb aber Dritter. Adler Mannheim kam mit dem hart erkämpften 4:3 über die Hannover Scorpions wieder bis auf einen Punkt an Ingolstadt heran. René Corbet sicherte mit seinem dritten Treffer nach dreimaligen Rückstand den Erfolg. Der Tabellen-zweite verpflichtete am Wochenende den kanadischen Torwart Jean-Marc Pelletier als Ersatz für den erkrankten Robert Müller.
Eine Blamage leisteten sich die Kölner Haie. Nach dem grandiosen 10:0 im vorigen Heimspiel gegen Ingolstadt unterlag der Tabellen- Vierte in der Köln-Arena 2:5 gegen Neuling Straubing Tigers, der 1000 mitgereiste Fans mit dem erst zweiten Auswärtssieg der Saison begeisterte.
Ingolstadt durfte seine vier nach der Massenprügelei in Köln gesperrten Stammspieler in Berlin wieder einsetzen. Im bisher besten Saisonspiel im Wellblechpalast legten die Gäste durch Jason Holland (2.) und Matt Higgins (22.) in den ersten beiden Dritteln jeweils vor. Denis Pederson (12.) und ein Eigentor von Björn Barta (24.), der von ERC-Kollege Jeff Tory angeschossen wurde, brachten jeweils den Ausgleich. Im Penaltyschießen war Andy Roach mit zwei verwandelten Versuchen Berlins Matchwinner.
Trainer Pierre Pagé steht trotz der schwächsten ersten Vorrundenhälfte der Eisbären seit sechs Jahren nicht zur Disposition. 'Es gibt überhaupt keinen Grund, eine Trainerdiskussion zu führen. Wir liegen voll im Plan', sagte Detlef Kornett von der amerikanischen Anschutz-Gruppe.
US-Milliardär Philip Anschutz gehören sowohl die Eisbären als auch die Hamburg Freezers, bei denen Bill Stewart seit dem vorigen Wochenende neuer Trainer ist. 'Hamburg hat einen Impuls gebraucht', sagte Kornett im Pay-TV-Sender 'Premiere' und nahm den umstrittenen Stewart in Schutz: 'Er hat seine Qualitäten und seine Fauxpas. Die haben andere auch.' Die Freezers gewannen am Sonntag mit 7:4 bei Schlusslicht Füchse Duisburg auch das dritte Spiel unter Stewart und kämpfen wie die Eisbären um den Anschluss an die Playoff-Plätze.
Trotz etlicher Ausfälle verbuchten die Frankfurt Lions ihren zweiten Heimsieg des Wochenendes und schoben sich dank des 5:4 über die Krefeld Pinguine wieder in die sechs sicheren Playoff-Ränge. Der bisherige Tabellen-Nachbar Krefeld erlitt dagegen einen weiteren Rückschlag nach dem 3:4 gegen die Eisbären. Bereits am Samstag gelang den Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 gegen die Augsburger Panther der erste dreifache Punktgewinn auf eigenem Eis seit dem 6. Oktober. Auch Nürnberg hat weiter Chancen auf die direkte Playoff-Qualifikation.
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