Miller patzt bei Blardone-Sieg
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US-Skistar Bode Miller ließen erneut die Nerven im Stich, Felix Neureuther behauptete sich in einem hochklassigen Rennen und Aksel Lund Svindal unterstrich eindrucksvoll seine Ambitionen auf den Weltcup-Gesamtsieg.
Während die Österreicher um Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich beim Riesenslalom-Sieg des Italieners Massimiliano Blardone im amerikanischen Beaver Creek erneut enttäuschten, setzte sich Svindal als Zweiter in einem spannenden Rennen an die Spitze der Gesamtwertung. 'Ich glaube, der zweite Lauf war der beste meines Lebens. Die Rennen in Beaver Creek haben mir das Selbstvertrauen zurück gegeben', sagte Svindal und kündigte Titelverteidiger Raich einen harten Kampf um die Große Kristallkugel an.
Vor der Saison hatten die Ski-Fans eine Dominanz der Österreicher im Weltcup gefürchtet, doch nach sechs Rennen scheint die Saison spannend wie selten zuvor zu werden. In sechs Rennen gab es sechs verschiedene Sieger aus sechs Nationen - allerdings auch dank der Patzer von Miller. Wie schon bei der Super-Kombination vergab der viermalige Weltmeister auch im Riesenslalom klar in Führung liegend den Sieg. 'Mich hat schon überrascht, dass ich im ersten Lauf Bestzeit hatte. Ich bin doch nur in der Gegend herumgerutscht, hatte keinen Rhythmus', wunderte sich Miller, der 24 Stunden zuvor noch bei der Abfahrt triumphiert hatte. Besser machte es Teamkollege Ted Ligety, der sich hinter Blardone und Svindal Platz drei sicherte.
Gefestigt
präsentierte sich Neureuter auf der Raubvogelpiste - wenngleich der 22-Jährige selbst nicht zufrieden mit seinem zweitbesten Riesenslalom-Resultat war. 'Ich kann viel besser und aggressiver fahren. Das beweise ich im Training', sagte der Partenkirchener, den Herren-Trainer Werner Margreiter auf einem guten Kurs sieht. 'Bei Felix war noch mehr drin. Aber er befindet sich auf einem guten Weg und wenn er so weiter macht, wird er sich auch im Riesenslalom stabilisieren', sagte der Österreicher. Bestmarke Neureuthers, der nur bei drei seiner 13 Riesenslaloms das Ziel des zweiten Durchgangs erreichte, bleibt Platz 21 aus Yongpyong/Südkorea. 'Er braucht Zeit und muss solche Rennen kritisch analysieren', sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier.
Blardone freute sich über seinen dritten Sieg. Aber seine Gedanken war auch woanders: 'Den Sieg möchte ich dem Vorsitzenden meines Fan-Clubs widmen, der seine Tochter vor ein paar Monaten verloren hat', sagte der 27-Jährige.
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