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Alt 02.12.2006, 18:48
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Greis treibt Björndalen zum 65. Weltcupsieg


Foto: dpa

Beim 65. Weltcupsieg des norwegischen Überfliegers Ole Einar Björndalen fehlte den deutschen Staffel- Olympiasiegern der 'Nuller'.

Mit einer Strafrunde - wie Björndalen - und 17,2 Sekunden Rückstand landete Michael Greis (Nesselwang) im Sprintrennen über 10 Kilometer beim Biathlon-Weltcup in Östersund hinter dem straffrei bleibenden Russen Dmitri Jaroschenko auf Platz drei. Auch Sven Fischer (Oberhof) mit 49,7 Sekunden Rückstand auf Rang acht sowie Michael Rösch (Altenberg/+ 1:07,7) als 14. und Ricco Groß (Ruhpolding/+ 1:16,9) als 17. haben noch eine gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen.

Michael Greis kämpfte auf der Schlussrunde verbissen um jede Sekunde. 'Ich hatte die Information, dass ich sechs Sekunden hinter Jaroschenko liege. Läuferisch ging's heute wirklich gut. Umso mehr schmerzt der eine Leichtsinnsfehler', sagte der dreimalige Olympiasieger von Turin. Bereits nach dem Einzelrennen vor zwei Tagen hatte er dem da überlegenen Sieger Björndalen für die nächsten Rennen härtete Gegenwehr angekündigt. 'Heute war's nur der eine Schuss. Vielleicht klappt's ja morgen', sagte er kämpferisch. Die komplette zweite Runde lief er auf der vereisten Loipe im Windschatten des achteinhalb Minuten hinter ihm gestarteten Norwegers und stellte fest: 'Für mich war es Antrieb, dass ich mit ihm mitlaufen konnte.'

Bundestrainer Frank Ullrich lobte Greis für diesen Mut. 'Das war wichtig für den Kopf. Nur weil Michi die Strafrunde schoss, musste er Ole ziehen lassen. Da ist also noch mehr möglich', sagte der Bundestrainer. Noch vor dem Start hatte er vermutet, seinen Männern könnte nach dem harten Training die Grundschnelligkeit fehlen.

Auch Fischer, Rösch und Groß stellten zufrieden Fortschritte beim Laufen fest. 'Umso mehr ärgert mich der Fehler beim letzten Schuss. Ich habe nicht lange genug nachgehalten', analysierte der Oberhofer seinen Patzer. 'Es war heute schon besser, aber läuferisch fehlt immer noch etwas', meinte Rösch. Ricco Groß sagte strahlend: 'Der Dezember war noch nie mein Monat, doch es wird besser.' Dagegen kamen Alexander Wolf (Oberhof) und Robert Wick (Zella-Mehlis) nicht unter die besten 60 und verfehlten den Start in der Verfolgung.

Ole Einar Björndalen hingegen bekräftige nach dem zweiten Sieg in Östersund seine Ambitionen auf einen Start auch bei der nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Sapporo. 'Vor Weihnachten werde ich nochmals im Langlauf starten, um mich endgültig für die WM zu qualifizieren', erklärte Björndalen, der vor drei Wochen den Weltcupauftakt der Skilangläufer gewonnen hatte. Wo er starten wird, sagte er nicht.

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