Ice Tigers wollen Roosters rupfen
Ausruhen gibt es in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nur in der Sommerpause. Schlag auf Schlag folgt Spieltag auf Spieltag. Am Donnerstag wird bereits der 26. - was Halbzeit in der Hauptrunde bedeutet - mit der Partie Iserlohn gegen Nürnberg eröffnet. Einen Tag später kämpfen die übrigen Teams gegeneinander. Das absolute Topspiel findet in Ingolstadt statt, wo der Spitzenreiter auf die zweitplatzierten Metro Stars aus Düsseldorf trifft.
Den Auftakt machen am Donnerstagabend, 19.30 Uhr, die Iserlohn Roosters, die die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg am Seilersee empfangen. Dabei könnte es für die Sauerländer von Vorteil sein, dass sie ihr letztes Spiel am Sonntag absolvierten – Nürnberg hingegen noch am Dienstag gegen Düsseldorf antreten musste (1:2). Nach einem Fünf-Punkte-Wochenende wollen die Roosters an die Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen, um an den Play-off-Rängen dranzubleiben. Nürnberg zeigte zuletzt zwei Gesichter. In der Heimat gab es selten etwas zu holen. Der letzte Heimsieg resultiert vom 31. Oktober. Dagegen überzeugten die Franken in der Fremde regelmäßig. Höhepunkt war der 5:3-Erfolg in Mannheim.
Einen Tag darauf – also am Freitag, 19.30 Uhr – kommt es zum Gipfeltreffen in Ingolstadt, wenn der Tabellenführer auf den Tabellenzweiten Düsseldorf trifft. Nur ein "Pünktchen" trennt die Teams voneinander. Nachdem die Düsseldorfer mit dem Sieg unter der Woche gegen Nürnberg bereits Mannheim überholen konnten, soll es nun erstmals in dieser Spielzeit für die Spitze reichen. Hilfreich dürfte dabei den Metro Stars die Undiszipliniertheit des Gegners im Dienstagspiel bei den Kölner Haien sein. Bei der peinlichen 0:10-Schlappe kassierten vier "Panther" nach einer Massenkeilerei Ende des ersten Drittels eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Damit sind Torhüter Jimmy Waite, die Verteidiger Jason Holland und Jakub Ficenec sowie Angreifer Christoph Melischko für das Spitzenspiel gesperrt.Aber auch die Kölner Haie müssen nach der Demontage des Spitzenreiters auf einige Spieler verzichten. Ihr Vorteil: Ohne die gesperrten Müller, Boos und Gavey geht es ?nur" gegen Schlusslicht Duisburg. Den ersten Vergleich in Duisburg gewannen die Domstädter mit 11:2.
Weiter auf dem Vormarsch befinden sich die Krefeld Pinguine. Auch am Dienstag wurde Schlusslicht Duisburg in einem Nachholspiel des 10. Spieltags souverän mit 6:2 bezwungen. Inzwischen kletterte das Team von Trainer Ehrenberger bis auf den achten Tabellenplatz – Tendenz steigend. Gegen den schwachen Titelverteidiger Berlin gelten die Seidenstädter im heimischen König-Palast als Favorit.
Adler in Augsburg zurück in die Erfolgsspur?
Das kann man von den Augsburger Panthern nicht unbedingt behaupten. Mit den Mannheimer Adlern kommt ein absolutes Spitzenteam in die Fuggerstadt. Allerdings schwächelten die Kurpfälzer zuletzt etwas. Drei Niederlagen in Folge setzte es für das Poss-Team. Sicherlich ist auch der Ausfall von Nationaltorhüter Robert Müller ein Grund für die kleine Negativ-Serie. Unter der Woche wurde bekannt, dass der Schlussmann an einem Gehirntumor erkrankt ist und für den Rest der Saison ausfällt. Sicherlich ein Schock für die Mannschaft.
Die Hamburg Freezers wollen mit ihrem neuen Coach Bill Stewart nach dem Auftakterfolg gegen die Mannheimer Adler nun eine Erfolgsserie starten. Die Reise ins bayerische Straubing könnte eine gute Gelegenheit dazu bieten. Denn der Aufsteiger konnte nur zwei seiner letzten zehn Spiele für sich entscheiden.
In Frankfurt kommt es zum Duell zweier kampfstarker Mannschaften. Wenn die Lions auf die Hannover Scorpions treffen wird wieder um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Das erste Saisonduell konnte Hannover mit 6:4 in der Mainmetropole gewinnen.