Traumstart für deutsche Skijäger - Björndalen-Sieg

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Andreas Birnbacher ist beim Traumstart der deutschen Biathleten in den nacholympischen Winter mit dem zweiten Platz beim Einzelrennen in Östersund nur die Krönung versagt geblieben.
Der 25 Jahre alte Bayer aus Schleching musste sich trotz makellosen Schießens dem erneut überragend laufenden Norweger Ole Einar Björndalen um 14,3 Sekunden beugen. Beim 64. Weltcup-Einzelsieg seiner Laufbahn verfehlte 'King Ole', wie der Streckensprecher den Norweger euphorisch bejubelte, zwei Scheiben. Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang/+32,7 Sekunden) als Dritter sowie Michael Rösch aus Altenberg auf Rang neun und der elftplatzierte Oberhofer Sven Fischer komplettierten das hervorragende deutsche Ergebnis.
'Mit dem zweiten Platz hatte ich überhaupt nicht gerechnet, denn zuletzt musste ich wegen einer Erkältung beim Trainingslager in Muonio vier Tage pausieren. Vielleicht hat diese Pause auch gut getan', sagte der blonde Sunnyboy Birnbacher im Ziel nach exakt 19,425 Kilometer. Er lag im Rennverlauf lange auf Platz zwei hinter Greis, der allerdings im Gegensatz zu Birnbacher den 20. und letzten Schuss vorbei setzte.
'Ich kann mich an kein Einzelrennen ohne Schießfehler erinnern. Im Weltcup jedenfalls ist es mir noch nie gelungen. Nur an ein Testrennen kann ich mich entsinnen', jubelte der 'total zufriedene' Birnbacher. Er lag im Ziel lange ganz vorn, ehe ihn Björndalen mit einem Sturmlauf auf den letzten beiden Runden vom ersten Platz verdrängte. Für Birnbacher war es dennoch das beste Resultat seiner Laufbahn.
Auch der dreifache Olympiasieger Greis war mit dem dritten Platz nicht unzufrieden, ärgerte sich aber über den unnötigen Fehler beim letzten Schuss, der ihn den Sieg kostete. 'Ich hab' einfach die Spannung nicht mehr halten können und den Schuss etwas unkontrolliert abgedrückt. Ich wollte locker bleiben, doch innerlich hat's so gebebt. Eigentlich habe ich dumm geschossen, mit zu viel Risiko', ärgerte er sich. 'Daraus lernt man. Es gibt in dem frühen Saisonzeitpunkt eben noch einige Feinheiten zu ändern. So gesehen ist es gut, dass ich vor dem Fehler 19 Mal getroffen habe', ergänzte der Allgäuer.
Dagegen waren Rösch und Fischer vollkommen zufrieden. 'Dass es ausgerechnet der 13. Schuss war, der daneben ging, spielt keine Rolle. Ich bin eher glücklich, dass es nur der 13. war', sagte der Oberhofer schmunzelnd. 'Läuferisch haben ich noch Reserven. Ich bin ja so wie so ein Typ, der etwas schwer in die Saison findet', erklärte Fischer und ergänzte: 'Vor dem ersten Rennen waren alle etwas unsicher. Umso mehr freut mich das gute mannschaftliche Ergebnis.'
Nicht ganz in den Freudenchor stimme Team-Youngster Robert Wick ein. Der 22 Jahre alte Zella-Mehliser verfehlte als einziger deutscher Starter die Weltcup-Punkteränge, lief nach zwei Strafminuten nur auf den 47. Platz und musste 30 Euro in die Mannschaftskasse zahlen. Der Grund: Er war vor laufender Kamera gestürzt.
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