Ingolstadt-Debakel und Rudel-Boxen in Köln

Foto: dpa
Tabellenführer ERC Ingolstadt hat nach zuletzt sieben Siegen hintereinander in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ein Debakel erlitten. Die Bayern wurden in der von einer Massenschlägerei und 211 Strafminuten überschatteten Partie von den Kölner Haien 0:10 deklassiert.
Die DEG Metro Stars kamen nach dem 2:1-Sieg bei den Nürnberg Ice Tigers auf Platz zwei und bis auf einen Zähler an Ingolstadt heran. Die Krefeld Pinguine besiegten im dritten Spiel des Tages das Schlusslicht Füchse Duisburg 6:2.
Bei der Partie in Köln musste der amerikanische Profi-Schiedsrichter Rick Looker 14 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels elf sich heftig
prügelnde Spieler trennen. Allein für diese Szenen verhängte der Referee insgesamt 179 Strafminuten und sieben Spieldauer-Disziplinarstrafen. Davon war auch Ingolstadts Torhüter Jimmy Waite betroffen, der nach Meinung von Looker den schon abebbenden Streit vor seinem Gehäuse neu entfacht hatte.
Zuvor hatten die Kölner dem Spitzenreiter vor 9817 Zuschauern perfektes Überzahlspiel demonstriert. Mit jeweils einem Spieler mehr auf dem Eis schossen zwei Mal Sean Tallaire (11., 13.) und William Lindsay (20.) schon im ersten Drittel eine klare Führung der Haie heraus. Im Mittelabschnitt vergrößerten Stephane Julien (23.) und Lindsay (26.) sowie David McLlwain (33.) und Philip Gogulla (36.) den Vorsprung. Daniel Rudslätt (41.), erneut Gogulla (47.) und Sebastian Furchner (49.) sorgten für den höchsten Triumph der Haie in der KölnArena.
Düsseldorf geriet nach einem Nürnberger Treffer durch Ulrich Maurer (13.) zunächst in Rückstand. Doch Tore Vikingstad (26.) und David Cullen (27.) drehten das Spiel mit einem Doppelschlag im Mitteldrittel. Im Schlussabschnitt fiel kein Tor mehr. Damit war die vierte Heimpleite der Nürnberger gegen die DEG in Serie perfekt.
In Krefeld konnten die Duisburger den Führungstreffer von Roland Verwey (7.) durch Matt Dzieduszycki (21.) noch einmal ausgleichen. Danach nahm das Spiel durch Tore von Herberts Vasiljevs (22.), Daniel Kunce (27.) und Richard Pavlikovsky (46.) für die Pinguine seinen erwarteten Verlauf. Egor Bashkatov (50.) konnte noch einmal verkürzen, bevor ein Vasiljevs-Doppelschlag (57., 58.) den verdienten Erfolg der Krefelder sicher stellte.
sport.de