Schmitt vom Winde verweht
Michael Uhrmann hat es geschafft! Der 28-Jährige ist bei den deutschen Meisterschaften in Oberhof überlegen zum ersten Titel bei den Spezialspringern geflogen. Der Team-Olympiasieger von 2002 erhielt bei Sturm und Regen für die Bestweite auf 138 Meter 149,4 Punkte. Damit verwies er bei dem nach nur einem Durchgang abgebrochenen Springen den erst 18-Jährigen Außenseiter Nico Faller (125 Meter/124,9 Punkte) und den Oberhofer Lokalmatadoren Andreas Wank (121,8 ) auf die Plätze.
"Der erste Titel war überfällig. Ich fühle mich nach meinem Skiwechsel gut gerüstet für den Winter und visiere auch im Weltcup Podestplätze an", erklärte Uhrmann und ergänzte: "Die Bedingungen heute waren zwar sehr schwierig, aber nicht gefährlich." Der viermalige Weltmeister Martin Schmitt hatte Pech mit den Bedingungen und stürzte mit 111,5 Metern auf Platz 22 ab. "Das nennt man vom Winde verweht", meinte Schmitt nachher. Auch Titelverteidiger Georg Späth enttäuschte als Siebter. Allerdings waren die Bedingungen nahezu irregulär.
Am Sonntag stand die Mannschafts-Entscheidung auf dem Programm und da triumphierte Bayern zum dritten Mal in Folge. In der Besetzung Michael Neumayer (Berchtesgaden), Georg Späth (Oberstdorf), Tobias Bogner (Berchtesgaden) und Einzelmeister Michael Uhrmann (Rastbüchl) gewannen sie vor den Teams aus Baden-Württemberg mit Martin Schmitt und Thüringen.