Thema: NHL
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Alt 04.10.2006, 13:00
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Wiederbelebt: NHL feiert Renaissance



Der coole Sport als heiße Ware: So präsentieren die Macher der nordamerikanischen Eishockey Profiliga NHL ihr von Krisen geschütteltes Produkt, das am 4. Oktober in die neue Saison startet.

Mit Zuschauerrekorden, offensiver Spielkultur, aufregenden Jungstars und Globalisierung soll der durch das Streikjahr 2004/2005 entstandene Imageverlust endgültig vergessen gemacht werden. Eine neue Zeitrechnung beginnt.

'Die Liga steht sehr gut da, die Chancengleichheit war noch nie so groß wie in diesem Jahr und die Attraktivität unserer Liga braucht sich vor keiner anderen zu verstecken', meinte NHL-Boss Gary Bettman fast schon marktschreierisch, 'ich habe früh in meinem Leben gelernt, Qualität wird sich immer durchsetzen.' Markante Worte, die zur etwas veränderten Werbestrategie passen.

Die NHL versucht, sich wieder einmal selbst neu zu erfinden und setzt verstärkt auf die Jugend und internationale Fachkräfte. Knapp die Hälfte aller NHL-Profis kommt aus Europa, und die aggressiven Marketingkampagnen der Liga werden vor allem durch die blutjungen Hoffnungsträger Alexander Owetschkin (20/Washington Capitals), Sidney Crosby (19/Pittsburgh Penguins) und Dion Phaneuf (21/Calgary Flames) getragen, die von zahllosen Werbeplakaten lächeln.

Owetschkin hat es nicht nur seinem Team-Kollegen Olaf Kölzig angetan. 'Er ist ein echtes Juwel, mit solch einem Spieler in der Mannschaft macht es noch mehr Spaß', schwärmte der 36 Jahre alte Torhüter der deutschen Nationalmannschaft.

Kölzig, mit einem Jahressalär von 5,45 Millionen Dollar auf Rang 27 der am besten bezahlten NHL-Profis hinter Spitzenverdiener Jaromir Jagr (New York Rangers/8,38 Millionen), ist einer von sieben deutschen Legionären. Während Jochen Hecht (Buffalo Sabres) und Christian Ehrhoff (San Jose Sharks) mit ihren Clubs Titelambitionen hegen, sind für Kölzig, Marco Sturm (Boston Bruins), Christoph Schubert (Ottawa Senators) und Dennis Seidenberg (Phoenix Coyotes) die Playoffs das Minimalziel. Zu den Titelfavoriten zählen neben Meister Carolina Hurricanes, die Rangers, Flames, Anaheim Ducks, Sabres und Sharks.

In der vergangenen Saison durften sich 22 der 30 Teams nahezu bis zum Ende der regulären Spielzeit berechtigte Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme machen. Diese Parität wurde gefördert durch die Einführung der Salary Cap, der vorgeschriebenen Gehältergrenze. Maximal 44 Millionen Dollar Lohn dürfen die Team-Eigentümer in dieser Spielzeit für ihren Kader ausgeben. Profi-Neulinge können nicht mehr als 984 000 Dollar verdienen. Der hochgelobte Russe Jefgeny Malkin ist einer dieser Rookies. Beim Saisonstart wird er den Penguins zwar verletzt fehlen, mit Crosby könnte er aber das gefürchtetste Duo der Liga bilden.

Der Kanadier Crosby wurde schon als 15-Jähriger ausgerechnet von seinem legendären Landsmann und Trainer der Phoenix Coyotes, Wayne Gretzky, zum Wunderkind erklärt. Vergangene Woche verbrachten die Penguins zwecks besserer Teambildung ein paar Tage in der US-Militär- Akademie in West Point/New York. 'Beim Robben durch den Matsch kommt man schnell auf andere Gedanken', gab Crosby zu, 'es ist eine große Ehre, dass die Liga auf mich setzt, aber ich habe erst eine Saison gespielt und noch sehr viel Arbeit vor mir.'

Sein Vorbild Gretzky kann es nach den nervenden Diskussionen in der vergangenen Spielzeit um seine vermeintliche Verwicklung in einen Wettskandal auch kaum erwarten, bis es losgeht. 'Als Trainer ist die Anspannung eine ganz andere. Irgendwann muss man loslassen lernen, aber genau das ist reizvoll. Das ist positiver Stress', sagte der Phoenix-Coach, 'ich spüre, die Liga steht vor einem großen Jahr.'
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böse Menschen, böse Lieder
Böhse Onkelz immer wieder!!!
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