
05.06.2008, 23:36
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Registriert seit: 05.06.2008
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Teil 3
Hier nun der letzte Teil - einfach damit man die Übersicht behält und da er aufeinander aufbaut.
Zitat:
Fragen und Feststellungen zu diesen Vorgängen:
- Hat der DEB versucht, den „Fall Busch“ in seiner gesamten Aufklärung und auch der richtigen rechtlichen Würdigung des verweigerten Dopingtests des Spielers Florian Busch auf den Zeitraum nach der IIHF-A-WM in Kanada zu „verzögern“? Schließlich hat der DEB am 16. Mai 2008 ohne sichtbares Zögern die eigene, bewusste Schuld eingestanden.
- Offensichtlich wurde in dem Gespräch von DEB/NADA/DOSB am 16. Mai 2008 auch thematisiert, wie der Urteilsspruch des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“ auf die DEL angewandt werden kann. Wie anders sollte es beurteilt werden, dass in der Presseerklärung des DOSB zu diesem Treffen klar dargelegt wurde, dass der DEB keine Durchgriffssperre auf die DEL im „Fall Busch“ durchsetzen kann. Dies deutet klar darauf hin, dass seitens NADA und DOSB auch erwartet wird, dass die DEL sich dem Urteil des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“ unterwirft.
- Im – zu erwartenden – Fall eines Urteils des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“, wonach der Spieler Florian Busch ab dem 6. März 2008 für den Zeitraum von zwei Jahren (mit der Option auf Verkürzung auf ein Jahr) zu sperren ist, kann dies nicht ohne Wirkung auf dessen Spielberechtigung in der DEL haben – dies wegen der fehlenden Sperren von Eisbären Berlin und/oder DEL für den Spieler Busch auch rückwirkend bis zum 6. März 2008. Wie stehen die Eisbären Berlin und auch die DEL dazu?
- Da der größte Nutzen für die - bisher – ausgebliebene Sperre des Spielers Florian Busch neben diesem selber vor allem bei den Eisbären Berlin liegt (die durch dessen Mitwirken nicht nur die Meisterschaft 2008 gewonnen, sondern sich dadurch auch für die direkte Teilnahme an der CHL qualifiziert haben plus eine sehr bedeutende Ablösesumme für Busch aus der NHL erhalten können), ergibt sich die ableitbare Frage, ob und inwieweit die Eisbären Berlin und auch die DEL direkten oder indirekten Einfluss auf die Vorgehensweise des DEB hatten und gegebenenfalls auch haben?
- Es ist durchaus verwunderlich, dass sich der DEB vornehmlich von dem Geschäftsführer des DEL-Clubs Kölner Haie, wie auch vom Geschäftsführer der DEL als alleinverantwortlich im Fall Busch darstellen lässt. Die dargelegten Eindrücke ergeben ein anderes Bild. Warum also nimmt der DEB hinsichtlich der Verhaltensweisen der DEL nicht deutlich Stellung – vor allem auch vor dem Hintergrund der unterlassenen eigenen Sperre der DEL im „Fall Busch“? Hat die DEL ableitbar „Druckmittel“ gegenüber dem DEB?
- Es ist ebenso durchaus verwunderlich, dass nach der Bekanntgabe des „Falls Holland“ vor dem Spiel gegen die USA bei der IIHF-A-WM ein mehr als professionell organisierter und vorgetragener „Protest“ angeblicher deutscher Fans sehr deutlich sichtbar lanciert wurde. Nicht der Protest selbst unter Benennung des „Schuldgeständigen“ DEB-Generalsekretärs ist dabei das verwunderliche – sondern die Professionalität der genutzten Plakate und die zugehörige „Choreografie“ – inklusive der Platzierung in der WM-Arena von Halifax. War dies eine Aktion, bei der versucht wurde, dem DEB endgültig und allein den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben? Wer steckte hinter dieser Aktion? Interessant ist dabei auch, dass die DEL seit langem vor haben soll, dem DEB die Verantwortung über die Nationalmannschaft abzunehmen und diese bei der DEL anzusiedeln. Gibt es hier Zusammenhänge? Ein demontierter DEB würde sicher auch die Unterstützung der Landesverbände verlieren, eine ESBG wäre sicher rechtlich der DEL angliederbar und ein Wegfall des gesamten DEB würde dann doch sicher als „hinnehmbare“ Einstellung eines nur Kosten verursachenden, ansonsten sinnentleerten Vereins darstellbar sein?
- Wie werden entsprechende Sanktionen gegen die Eisbären Berlin und/oder die DEL aussehen können? Da die DEL laut den Aussagen der DEL auf deren Internetseite plus im Kooperationsvertrag eindeutig nicht unabhängig von den Entscheidungen in und um den DEB ist, können sich weder die Eisbären Berlin noch die DEL einem entsprechenden Urteilsspruch des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“ verweigern. Dies auch, da ansonsten der DEB zumindest der DEL die Anerkennung als höchste deutsche Eishockey-Liga, die Ausspielung des Titels „Deutscher Meister“ sowie das Recht zur Entsendung von Clubs in die CHL des IIHF absprechen kann. Dazu kann der DEL – wie schon früher erfolgt – der Status einer nicht von der IIHF anerkannten „Wilden Liga“ drohen, deren Spieler nicht mehr für ihre Nationalmannschaften starberechtigt wären. In jedem Fall kann sich die DEL nicht mit dem Hinweis, sie sei ein vom DEB vollkommen unabhängiges Wirtschaftsunternehmen, dass eigene Regeln hätte, entziehen. Der Status als Wirtschaftsunternehmen sollte allerdings ein Ansatz für (kartell-)rechtliche Prüfungen sein, vor allem wenn die DEL und/oder die Eisbären Berlin auf die ursprüngliche Urteilsfindung des DEB – bzw. dem eindeutigen Versuch diesen de facto Dopingfall zu verschweigen – direkt oder indirekt Einfluss genommen haben sollte.
- Es muss von den Eisbären Berlin und der DEL erwartet werden, das diese sich bereits jetzt und vorab dem Urteilsspruch des „ad hoc Schiedsgerichtes des DOSB“ unterwerfen, egal wie dieses lautet. Bestätigt dieses Schiedsgericht dann die Position von NADA und WADA ist der Spieler Florian Busch rückwirkend ab dem 6. März 2008 zu sperren. Während dies international für die abgelaufene IIHF-A-WM in Kanada aufgrund der erfolgten Prüfungen und Freigaben durch den IIHF möglicherweise keine Folgen hat, können sich die Eisbären Berlin und auch die DEL nicht darauf berufen, da sie den Spieler Busch nach eigenen Prüfungen hätten sperren müssen, ihnen war die Rechtslage voll bekannt und bewusst.
- Im zu erwartenden Fall des Urteilsspruchs wären somit alle Spiele der Eisbären Berlin ab dem 6. März 2008 wegen des Einsatzes des nicht spielberechtigten Spielers Florian Busch mit 0:5 gegen die Eisbären Berlin zu werten. Während dies für das letzte DEL-Spiel der Eisbären keine Auswirkung auch auf die Gesamttabelle hätte, wären doch alle Spiele der DEL-Play-Offs 2008 für die Eisbären als verloren zu werten.
- Im besagten Fall wird die DEL einen glaubwürdigen Lösungsweg beschreiten müssen, der sicherlich den Verlust des Titels „Deutscher Meister 2008“ für die Eisbären Berlin bedeuten muss – diese haben schließlich bewusst das Risiko um den Einsatz von Florian Busch in Kauf genommen. In diesem Zusammenhang gibt es an sich nur die Möglichkeit, entweder die Kölner Haie – als Finalteilnehmer der DEL-Play-Offs - zum Deutschen Meister 2008 zu erklären oder aber die gesamten DEL-Play-Offs 2008 zu annullieren und die DEL-Hauptrundentabelle als Entscheidungsgrundlage zu nehmen. In diesem Fall wären die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg zum „Deutschen Meister 2008“ zu erklären. Der direkte Startplatz in der CHL und auch der Qualifikationsstartplatz in der CHL wären dann analog zu vergeben.
- Abschließend muss eine nochmalige Überprüfung der Verweigerung des Dopingtests durch den Spieler Busch erfolgen. Der erfahrene Nationalspieler Busch, der zuvor bereits mehrfach kontrolliert wurde, wusste ganz genau, dass eine Verweigerung eines Dopingtests gleich einer positiven Dopingprobe ist – mit allen Folgen für ihn selbst. Eine „Stresssituation“ dürfte kaum ausreichend gewesen sein dafür, dass Busch sowohl mündlich wie schriftlich den Dopingtest verweigert hat – Busch wusste schließlich, dass ihn dies die Teilnahme an den DEL-Play-Offs, der WM und damit auch den sicherlich schon damals „winkenden“ NHL-Vertrag kosten könnte. Welchen Grund könnte er also wirklich gehabt haben, um den Dopingtest zu verweigern?
Diese Fragen vor dem Hintergrund der dargelegten Sachverhalte und Entwicklungen sind sicherlich nicht einfach von der Hand zu weisen und sollten von den zuständigen Stellen beantwortet werden. Dies ist sicherlich im Interesse aller – derartige Vorfälle müssen zum Schutze des gesamten deutschen Eishockeys rückhaltlos und unter klarer Benennung der Verantwortlichen aufgearbeitet werden.
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Quelle: ESBG - Forum
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